LuFoLife: Projektidee

Die Idee entstand auf der Abschlussveranstaltung des Projekts LustAufLife, das im Sommer 2025 zu Ende ging. Wir waren direkt auf der Suche nach neuen Orten, die nicht genutzt oder wahrgenommen werden.


Der Park
Einbettung in die Umgebung
Mögliche Formate
AkteurInnen
Kooperation
Die Projektmacher


Der Park

Der Park am Ludwig Forum wurde vom Büro „atelier le balto“ 2010 aus seinem lang andauernden Dornröschenschlaf geweckt und neu gestaltet. Es entstanden Plattformen in der Sonne und im Schatten, die sich als Ruhezonen geradezu aufdrängen. Es gibt wunderschöne Sichtachsen mit völlig unterschiedlichen Stimmungen und Durchblicken.

Leider wird der Park – wie auch das Museum selbst – von den AachenerInnen kaum wahrgenommen und genutzt. Im Museum trifft man oft eher auf BesucherInnen aus anderen Städten. Genau dort möchten wir mit unserem Projekt etwas ändern, neue Aufmerksamkeit erregen.

Wir stellen uns einen ruhigen, offenen, erholsamen Raum vor, zu dem man geht, um sich ungestört in die Sonne zu legen, zu arbeiten, miteinander kreativ zu sein, Sport alleine oder Gruppen zu betreiben, Kindern eine geschützte Umgebung zum Spielen – auch unter Anleitung – zu bieten, sich mit FreundInnen zu verabreden, kleinen und großen Veranstaltungen zu lauschen, an Workshops teilzunehmen, dazu auf Wunsch Kaffee und Kaltgetränke und kleine Snacks zu genießen, einfach vom Alltag abzuschalten.

Zusätzlich wird der Park für einige Monate zu einem lebendigen Ort kulturellen und alltäglichen Miteinanders. Wir werden einen Anreiz für die Umgebung setzen, sich im Alltag mit Kultur zu beschäftigen, an kulturellen Projekten teilzunehmen und Berührungsängste abzubauen – das wird bisher in der näheren Umgebung nicht angeboten. Alle Angebote sind kostenfrei, um die Hemmschwelle, sie zu nutzen, so niedrig wie möglich zu halten.
Musik, Gestalten, Theater und andere kulturelle Fertigkeiten sollen spielerisch erprobt werden können. Wir möchten helfen, mutig zu sein und sich selber als Bestandteil städtischer Kultur zu erfahren und dadurch einen Anreiz bieten, sich nicht nur mit virtuellen, sondern auch mit realen Tätigkeiten zu befassen und sie neu schätzen zu lernen.

Wir stellen für beides Tische, Bänke, Liegestühle, Decken, Pavillons, vielleicht einen Sandkasten und einen Schwimmcontainer zur Verfügung. Der Park wird vom 15. Mai bis zum 15. September zunächst mittwochs bis samstags von 12 bis 20 Uhr geöffnet sein – wir werden die Öffnungszeiten aber bei Bedarf im Laufe des Projekts auch anpassen.

Die Einbettung in die Umgebung

Bei unserem Projekt spielt das Museum selbst natürlich eine große Rolle. BesucherInnen des Parks „stolpern“ auf dem Weg dorthin über den Museumseingang, BesucherInnen des Museums werden durch Aufsteller und Banner am Gebäude zum Park „hingezogen“. Wir stellen uns vor, dass das Museum den Weg nutzt, um auf seine Ausstellungen und Veranstaltungen im Außenraum aufmerksam zu machen und dass es die Bühnen im Park für Vorträge, Workshops und anderen Aktivitäten bespielt.

Der Park liegt zusätzlich an einer Art „Park- und Kunstroute“: Im Westen schließen das Gelände des Neuen Aachener Kunstvereins (NAK) und der Stadtpark Aachen an – beides sind Grünzonen, in denen kulturelle Veranstaltungen angeboten werden.

Und: Die meisten kulturellen Aktivitäten finden im oder in der Nähe des Zentrums statt – wir möchten den Focus bewusst in den nordöstlichen „Außenbereich“ legen, in die Mitte zwischen dem Zentrum und dem Ortsteil Haaren.

Mögliche Formate

Sport, Tanz, Theater, Performance, Graffiti-Workshops, Musik (keine großen Konzerte), (Werbe-) Foto-/ Filmkurs, Reels für Instagram, Ausstellungen, Augmented Reality, Märchenspiele, Gestaltung von Objekten für den Park, Silent Disco/ Techno, Kindergeburtstag, Modenschau, Nachtflohmarkt, Führungen für Blinde/ Sehbehinderte, Wettbewerb, Spiel in Gruppen und anderes mehr.

AkteurInnen

Menschen – Einzelpersonen, Initiativen, Institutionen und Vereine, die den Park nutzen möchten, melden sich über ein Buchungsformular an und stellen kurz dar, was sie vorhaben und eventuell an Equipment benötigen. Wir melden uns dann bei ihnen zurück, klären die Details und stellen den Termin in den Kalender ein. Da alle Veranstaltungen – auch die des Museums – dort zu sehen sind, kommt es schon bei der Anfrage nicht zu Kollisionen. Abendtermine müssen um 22:00 beendet sein. Alle Veranstaltungen sind durch das Projekt über eine Veranstalter-Haftpflichtversicherung abgesichert und es immer einer der Projektleiter vor Ort.

Es gibt bereits Anfragen zu einem regelmäßigen Salsa-Kurs im Eingangsbereich nach der Schließung des Museums um 17 Uhr, zu Pflanzaktionen mit Kindern eingebettet in Märchen und Mythen, Jonglage, Graffiti-Kurse, Sport im Park, Lernraum im Freien und anderen Aktivitäten.

Kooperation

Bei einigen Projekten bieten sich Kooperationen in unterschiedlichen Formen an. So könnten bei einem geplanten Gestaltungsprojekt der Fachhochschule in bestimmten Phasen Kinder und Jugendliche bei der Umsetzung eingebunden und die Umsetzung zusätzlich durch einen Workshop des Museums begleitet werden. Genauso ist ein Gemeinschaftsprojekt zwischen der Fachhochschule und der Museumswerkstatt angedacht. Wir werden das Quartiersmanagement, Bluebird, das Sportamt der Stadt und die digitalCHURCH mit einbinden. Dadurch würde ein großer Kreis von Personen auf das Museum aufmerksam, der nicht direkt zur klassischen Klientel gehört. Diese Ideen sind aber noch in der Planungsphase und müssen noch mit der neuen Museumsleitung besprochen werden.

Die Projektmacher

Projektidee Park: Projektleiter Arndt Lorenz und Georg Helmes

Arndt Lorenz, Kameramann, freier Journalist, unter anderem Autor für den WDR, Kulturaktivist („Hofkultur“ am Hof, eigenes Format „Wörter und Töne“)

Georg Helmes, Kulturaktivist, Zwischennutzer (Foodmarkt „ZwischenMahlZeit“, Kulturraum „LustAufLife“ im ehemaligen Horten)

Stand: 17.3.2026